120Punkte
werden im schriftlichen Teil vergeben
50Prozent
der erreichbaren Punkte brauchst du mindestens, im mündlichen Teil gilt dieselbe Grenze
0Hilfsmittel
sind zugelassen, du antwortest vollständig aus dem Kopf
Für dein Lernen heißt das: du musst nicht in jedem Detail perfekt sein, sondern über alle Sachgebiete hinweg sicher stehen.
Woher die Fragen kommen, ist klar geregelt: Grundlage sind die 7 Sachgebiete aus § 7 Bewachungsverordnung, ergänzt durch den Rahmenstoffplan. Abgefragt wird aber nicht nur Paragrafenwissen, sondern die Anwendung: du sollst zeigen, dass du Pflichten und Befugnisse so beherrschst, dass du Wachaufgaben eigenverantwortlich übernehmen kannst. Es hilft deshalb, jede Regel gedanklich in eine typische Einsatzsituation zu übersetzen, etwa Kontrollgang, Einlass oder Ladendiebstahl.
Gestellt werden alle Fragen auf Deutsch. Sprachliches Verständnis gehört damit zur Anforderung, weil du die juristischen Formulierungen zuverlässig erfassen musst. Die Fachbegriffe aus Recht, Datenschutz und Sicherheitstechnik solltest du deshalb nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich sicher können, denn viele Fragen hängen an der genauen Formulierung. Tipps für alle, die Deutsch als zweite Sprache sprechen, stehen auf der Seite zur Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung.
Im mündlichen Teil kreuzt du nichts an, sondern erklärst und begründest deine Antwort im Gespräch. Der Schwerpunkt liegt dort auf dem Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, dem Gewerberecht und dem Umgang mit Menschen, also Verhalten in Gefahrensituationen, Deeskalation und interkultureller Kompetenz.
So liest du eine Aufgabe
Die Aufgabe nennt die Zahl der richtigen Antworten
Es ist nicht bei jeder Aufgabe genau eine Antwort richtig: die Zahl der möglichen richtigen Antworten ist je Aufgabe unterschiedlich. In der Aufgabenstellung steht jeweils, wie viele Antworten in Frage kommen. Wer diesen Hinweis überliest und aus Gewohnheit nur ein Kreuz setzt, verschenkt Punkte, obwohl er den Stoff kennt. Achte bei jeder Aufgabe genau auf die Fragestellung.
Warum es keine echten Prüfungsfragen zu kaufen gibt
Einen offiziellen Fragenkatalog zum Herunterladen gibt es nicht, Originalfragen werden nicht offiziell verkauft: die Prüfungsaufgaben unterliegen strengen Geheimhaltungsrichtlinien. Wenn dir irgendwo eine angeblich vollständige Sammlung der echten Prüfungsfragen begegnet, ordne sie entsprechend ein: sie ist bestenfalls nachempfunden. Auch die Akteneinsicht in Prüfungsunterlagen ist kein Weg zu den Fragen. Sie dient der Geltendmachung rechtlicher Interessen, also der Begründung eines Widerspruchs oder einer Klage, und ausdrücklich nicht der Prüfungsvorbereitung. Realistisch nachgebaute Übungsfragen entlang der 7 Sachgebiete sind deshalb der sinnvolle Weg.